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1.2 Verkehrsflächenbefestigung mit Pflasterdecken – das Schichtensystem
Verkehrsflächenbefestigungen mit Pflastersteinen sind
Mehrschichtsysteme, bestehend aus Pflasterdecke,
Tragschichten und Unterbau bzw. Untergrund. Dabei
ist die Haltbarkeit der oberen sichtbaren Schicht –
der Pflasterdecke, bestehend aus Pflastersteinen mit
Fugenfüllung und Bettung – in starkem Maße von der
richtigen Dimensionierung und dem sachgemäßen
Einbau der darunter liegenden Schichten – der Unterlage,
bestehend aus Tragschichten und Unterbau bzw.
Untergrund – abhängig. Um Lasten sicher und dauerhaft
abtragen zu können, nehmen die Steifigkeiten der
einzelnen Schichten von unten nach oben zu. Die
jeweils erforderlichen Schichtdicken und Steifigkeitswerte
sind, in Abhängigkeit von der Verkehrsbelastung
der Pflasterfläche in den RStO 01 (Richtlinien
für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen)
geregelt. Die Einhaltung der dort angegebenen
Werte ist für die Dauerhaftigkeit der Betonstein-
Pflasterdecke von großer Bedeutung, weil ein Versagen
z. B. der Tragschicht eine deformierte Pflasterdecke
zur Folge hätte.
Hinweise zur fachgerechten Ausbildung der Pflasterdecke
finden sich in der DIN 18318 und den Zusätzlichen
Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien
für den Bau von Pflasterdecken, Plattenbelägen
und Einfassungen (ZTV Pflaster-StB 06) der Forschungsgesellschaft
für Straßen- und Verkehrswesen.
Hierin werden auch handwerklich korrekte Anschlüsse
von Pflasterflächen an Kanaldeckel, Randeinfassungen
und Ähnliches beschrieben. Danach sind z. B.
Stein-„Zwickel“, deren kürzere Seite weniger als der
Hälfte der größten Kantenlänge des ungeschnittenen
Steines entspricht, zu vermeiden.
Die Regelbauweise einer Pflasterdecke ist stets die
ungebundene Bauweise, d. h. sämtliche Schichtungen,
von der Frostschutzschicht bis zur Pflasterdecke,
werden ungebunden eingebaut.
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