|
3.2.4 Pflastersysteme mit sickerfähigen
Fugen und Öffnungen
Je nach Verkehrsbelastung kann eines der folgenden versickerungsfähigen
Pflastersysteme ausgewählt werden.
Es werden 3 Systeme unterschieden:
I. Pflastersteine aus haufwerksporigem Beton
Das anfallende Wasser kann durch das erhöhte Porenvolumen
im Stein selbst aufgenommen und weitergeleitet
werden. Dadurch ist aber auch eine geringere
Belastbarkeit zu berücksichtigen (nur für Pkw-Verkehr
geeignet). Die Steine besitzen nur einen geringen
Widerstand gegenüber Taumitteln. Aus diesem Grund
sowie unter ökologischen Gesichtspunkten sollte auf
die Anwendung von Taumitteln verzichtet werden.
Einbauort:
privater Bereich
wenig belasteter Wegebau,
Parkplätze bis Bauklasse VI
Ausführung:
Es sollte auf jeden Fall gröberes Mineralstoffgemisch
zum Verfugen verwendet werden, da
sonst die Poren des Steins verstopfen können.
Auf die Einhaltung der Fuge von 3 – 5 mm gem.
DIN 18318 ist zu achten, um Splitt (0,5/1 oder
1/3 mm) als Fugenfüllmaterial verwenden zu können.
II. Pflastersteine mit dauerhaft aufgeweiteten Fugen
Fest angeformte Abstandhalter ergeben eine aufgeweitete
Fuge, durch die das anfallende Regenwasser versickern
kann. Die Fugenbreite beträgt in der Regel > 1 cm.
Einbauort:
privater Bereich
Parkflächen mit geringerer
Verkehrsfrequenz bis Bauklasse VI
Ausführung:
Die Fugen sind mit wasserdurchlässigen Mineralstoffgemischen
(Splitt 1/3 oder 2/5 mm) zu füllen.
III. Pflastersteine mit Aussparungen
Der Öffnungsanteil beträgt in der Regel ca. 10 % der
verlegten Fläche und wird über Aussparrungen oder
Öffnungen des Steins erreicht.
Einbauort:
privater Bereich
Lagerflächen, Parkplätze, Zufahrten bis Bauklasse V
Ausführung:
Die Öffnungen sind ebenfalls mit wasserdurchlässigen
Mineralstoffgemischen (Splitt 1/3 oder
2/5 mm) zu verfüllen. Vorzugsweise werden Steinformate
mit Verbundwirkung verwendet.
zurück
|